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Lebensmittelwerbung für Kinderprodukte - Strategieentwürfe für den vorbeugenden Verbraucherschutz

zum Abschlussbericht  (pdf, 4 MB)     

zur Pressemitteilung von Bundesministerin  Renate Künast

Eine ganze Reihe von Lebensmitteln ist spezifisch auf die Zielgruppe Kinder und deren Eltern zugeschnitten und wird entsprechend beworben, ohne dass diese Werbung ausreichend auf die Risiken einer zu zuckerreichen bzw. fettreichen Ernährung hinweist. Geht man davon aus, dass die Hersteller von Lebensmitteln nicht nur gehalten sind, keine Produkte auf den Markt zu bringen, die akut gesundheitsschädlich (etwa toxisch) wirken, sondern auch die langfristigen physiologischen Wirkungen aus dem Verzehr der von ihnen vermarkteten Produkte zu berücksichtigen haben, so ergibt sich daraus eine besondere Verantwortung der Lebensmittelindustrie.

 

Projektträger:

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektbeschreibung:

Das Vorhaben stellt die aktuellen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft dar und vergleicht diese exemplarisch mit der aktuellen Lebensmittelwerbung für die Zielgruppe Kinder.

Die Energiedichte und das Problem der glykämischen Last in Verbindung mit den Packungsgrößen stehen hierbei im Vordergrund der ernährungsphysiologischen Beurteilung der Produkte. Viele dieser Produkte weisen eine hohe Energiedichte und zusätzlich eine hohe glykämische Last (Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten) auf. Kinder, die beispielsweise einen den als „gesund“ beworbenen Früchteriegel Fruity von Schwartau als Zwischenmahlzeit verzehren, nehmen eine erhebliche Menge an Kalorien ohne nennenswerten Sättigungseffekt auf, was die Gesamtkalorienaufnahme des Tages erheblich erhöht. Bei den heutigen Bewegungsgewohnheiten führt dies zur Zunahme an Körpergewicht und schließlich Fettleibigkeit. Die glykämische Last erhöht bei häufigem Verzehr solcher Lebensmittel zusätzlich das Risiko von Diabetes in frühem Alter.

Dem gegenüberzustellen sind die Aussagen der Werbekampagnen zu den einzelnen Produkten.

Die daraus entstehende empirische Basis belegt das Ausmaß und die Qualität der Lebensmittelwerbung für Kinderprodukte und stellt somit das Maß für die Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten der Werbetreibenden dar.

Ausgehend davon dient die anschließende Institutionenanalyse einer geeigneten Strategieentwicklung in diesem Politikfeld. Dabei geht es darum, dass das erforderliche Schutzniveau durch möglichst eingriffsarme Instrumente zu gewährleisten ist.

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