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Wissenstypen in der transdisziplinären Forschung

Wissenstypen
Bei den einzelnen Schritten der Delta-Analyse stehen jeweils spezifische Wissenstypen im Vordergrund [1]:
 

Systemwissen
Kenntnisse über naturwissenschaftlich/technische, ökonomische und sozialwissenschaftliche Methoden und Theorien, um aus unterschiedlichen Perspektiven

  • Probleme zu strukturieren und
  • vielfältige Gestaltungsoptionen zu identifizieren sowie
  • die damit verbundenen Wirkungen, einschließlich der darin enthaltenen Risiken und Chancen, zu analysieren und (in Verknüpfung mit Orientierungswissen) unter normativen Kriterien zu bewerten.

Normative Orientierung
Kenntnisse über rechtliche Anforderungen, gesellschaftliche Leitbilder und ethische Grundprinzipien sowie die Fähigkeit, daraus Anforderungen an die Ausfüllung individueller wie organisationaler Verantwortung zu formulieren, um einen entsprechenden Veränderungsbedarf bestimmen und begründen zu können.

Transformationswissen
Kenntnisse, wie sich Prozesse in Richtung Nachhaltige Entwicklung in konkreten Handlungs-Konstellationen, aber auch in der Gesellschaft insgesamt realisieren lassen.

Implizites Wissen (tacit knowledge)
Vor allem der Praxisakteure können Wissen über Systemzusammenhänge und über Hemmnisse beisteuern.

 

[1] Kleihauer, S./Führ, M.: Nachhaltige Entwicklung strukturell in der Lehre verankern, Herausforderung transdisziplinäre Lehre: Aufbau des praxisorientierten Master-Studiengangs RASUM, in: Lear et al (Hrsg.), # 2017 (i.V.)